Leistungen der Gefäßchirurgie

Unser Fachteam für Gefäßmedizin bietet umfassende Diagnose- und Behandlungsoptionen für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Wenn Sie Beschwerden haben, die auf eine PAVK hindeuten könnten, kontaktieren Sie uns für eine Beratung und um mehr über Ihre Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren.

Tel: 09161-70-3587

E-Mail: gefaesschirurgie@kliniken-nea.de

Bitte bringen Sie zu dem Termin ihre Gesundheitskarte, einen Einweisungsschein, Ihren Medikamentenplan, relevante Vorbefunde (insbesondere zu etwaigen Voroperationen an Gefäßen) mit.

Bei Zeichen einer akuten Durchblutungsstörung, stellen Sie sich bitte umgehend in der nächstgelegenen Notaufnahme vor!

Sprechstundentermine:

  • Gefäßsprechstunde: Montag 08:30 bis 10:00, Dienstag 08:30 bis 12:00
  • Privatsprechstunde: Freitag 08:30 bis 09:30

Ein Dialyseshunt, auch bekannt als arteriovenöser (AV) Shunt, ist eine lebenswichtige chirurgische Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, die speziell für Patienten geschaffen wird, die eine regelmäßige Hämodialysebehandlung benötigen. Diese künstliche Verbindung wird meist im Arm angelegt und erleichtert den wiederholten Zugang zum Blutkreislauf für die Dialyse, eine Behandlung, die notwendig ist, wenn die Nieren nicht mehr in der Lage sind, das Blut effektiv zu filtern.

Warum sind Dialyseshunts notwendig?

Für Patienten mit chronischem Nierenversagen ist eine effiziente Dialysebehandlung entscheidend, um Abfallprodukte und überschüssiges Wasser aus dem Blut zu entfernen. Ein gut funktionierender Shunt bietet einen dauerhaften und zuverlässigen Zugang zum Blutkreislauf, der für die Durchführung der Dialyse notwendig ist.

Arten von Dialyseshunts:

  • Arteriovenöse Fistel (AVF): Eine direkte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, vorzugsweise im Unterarm, die einen robusten und langlebigen Zugang für die Dialyse bietet.
  • Arteriovenöser Graft (AVG): Eine synthetische Röhre, die als Brücke zwischen Arterie und Vene dient, wenn die direkte Schaffung einer Fistel nicht möglich ist.

Reifungsprozess und strategische Planung von Dialyseshunts

Die erfolgreiche Anlage eines Dialyseshunts ist ein entscheidender Schritt in der Vorbereitung auf eine regelmäßige Hämodialysebehandlung für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenversagen. Ein neu angelegter Shunt benötigt in der Regel bis zu 6 Wochen Zeit, um sich zu "reifen" – das heißt, bis er vollständig verheilt ist und die Venen ausreichend erweitert sind, um den hohen Blutfluss, der für die Dialyse erforderlich ist, zu unterstützen.

Strategische Überlegungen bei der Shuntanlage

Bei der Entscheidung über die optimale Stelle für die Anlage eines Shunts werden mehrere Faktoren berücksichtigt. Oft werden die Shunts zunächst bei grenzwertig großen Venen am Unterarm angelegt. Diese Venen können sich möglicherweise im Verlauf nicht ausreichend reifen, um für die Dialyse genutzt zu werden. In solchen Fällen ist es notwendig, den Shunt weiter oben am Oberarm anzulegen.

Diese strategische Vorgehensweise wird gewählt, weil nach einem zunächst am Unterarm angelegten Shunt problemlos weiter hoch am Oberarm ein neuer Shunt angelegt werden kann, sollte der ursprüngliche Shunt sich nicht wie gewünscht reifen. Die umgekehrte Vorgehensweise – von einem Oberarmshunt zu einem Unterarmshunt zu wechseln – ist oft nicht möglich oder mit höheren Risiken verbunden. Dies liegt daran, dass die Verfügbarkeit geeigneter Venen am Unterarm durch einen vorausgegangenen Oberarmshunt eingeschränkt sein kann.

Wichtigkeit der sorgfältigen Planung und Überwachung

Diese strategische Planung unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl der Shuntlokalisation durch erfahrene Gefäßchirurgen und Nephrologen. Eine regelmäßige Überwachung des Reifungsprozesses des Shunts ist entscheidend, um frühzeitig festzustellen, ob der Shunt für die Dialyse geeignet sein wird oder ob Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Unser interdisziplinäres Team aus Fachleuten arbeitet eng zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Schritt des Prozesses – von der Anlage des Shunts bis zu seiner Reifung und Nutzung für die Dialyse – optimal unterstützt wird. Wir sind bestrebt, die bestmöglichen Bedingungen für die Dialysebehandlung unserer Patienten zu schaffen und dabei die langfristige Venenerhaltung zu priorisieren.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, auch bekannt als Schaufensterkrankheit, ist eine ernsthafte, jedoch behandelbare Erkrankung, bei der die Arterien in den Beinen verengt sind und den Blutfluss zu den Muskeln während der Bewegung einschränken. Dies führt oft zu Schmerzen und Krämpfen in den Beinen, insbesondere beim Gehen, was Betroffene dazu zwingt, häufig anzuhalten – daher der Name „Schaufensterkrankheit“.

Wie macht sich die PAVK bemerkbar?

  • Schmerzen und Krämpfe in den Beinmuskeln beim Gehen oder Treppensteigen
  • Kältegefühl in Fuß oder Unterschenkel
  • Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Beinen
  • Veränderungen der Hautfarbe an den Beinen
  • Verzögerte Heilung von Wunden an den Beinen oder Füßen

Wie wird die PAVK diagnostiziert?

Die Diagnose der PAVK erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, Anamnese und spezifische Tests wie den Knöchel-Arm-Index (ABI), Ultraschalluntersuchungen und gegebenenfalls Angiographie, um den Schweregrad und die genaue Lage der Verengungen oder Verschlüsse zu bestimmen.

Wie sieht die Behandlung der PAVK aus?

Die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zielt darauf ab, den Blutfluss in den betroffenen Extremitäten zu verbessern, Schmerzen zu lindern, die Lebensqualität zu erhöhen und das Risiko von Komplikationen zu minimieren. Wenn Lebensstiländerungen und Medikamente nicht ausreichen, stehen verschiedene interventionelle und operative Verfahren zur Verfügung:

Interventionelle Verfahren:

Für Patienten mit peripherer arteriellen Verschlusskrankheit, bei denen konservative Behandlungsmethoden keine ausreichende Linderung bieten, stehen verschiedene interventionelle Verfahren zur Verfügung. Diese hochspezialisierten Eingriffe werden im Rahmen unserer engen Kooperation mit der Abteilung für Kardiologie von erfahrenen interventionellen Kardiologen im Herzkatheterlabor durchgeführt. Ziel ist es, den Blutfluss in den betroffenen Extremitäten zu verbessern und so die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Angioplastie und Stentimplantation

Die Angioplastie ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem ein dünner Katheter durch eine kleine Einstichstelle in der Haut zu der verengten Stelle in der Arterie vorgeschoben wird. Ein am Ende des Katheters befestigter Ballon wird aufgeblasen, um die Verengung zu weiten. Oft wird dabei ein Stent eingesetzt, um die Arterie dauerhaft offen zu halten. Die gesamte Prozedur wird von interventionellen Kardiologen im Herzkatheterlabor mit größter Präzision und unter kontinuierlicher bildgebender Kontrolle durchgeführt.

Operative Behandlung:

  • Bypass-Operation: Bei schweren Blockaden kann eine Bypass-Operation erforderlich sein, bei der ein Gefäßabschnitt (entweder ein gesundes Blutgefäß des Patienten oder ein synthetisches Gefäß) verwendet wird, um den Blutfluss um die verstopfte oder verengte Arterie herumzuleiten.
  • Endarteriektomie: Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die innere Auskleidung einer verstopften Arterie entfernt wird, um den Blutfluss zu verbessern. Dieses Verfahren wird häufig an den Halsschlagadern durchgeführt, kann aber auch bei bestimmten Patienten mit PAVK angewendet werden.

Lebensstiländerungen und Selbstmanagement:

  • Aufhören mit dem Rauchen
  • Regelmäßige Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Gewichtskontrolle
  • Blutdruck- und Cholesterinspiegel überwachen

Die Bauchaortenstenose ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der die Hauptschlagader des Bauches (Aorta) verengt oder blockiert ist, was den Blutfluss zu den unteren Extremitäten und Organen beeinträchtigt. Diese Erkrankung kann schwerwiegende Komplikationen verursachen, wie Schmerzen in den Beinen, Geschwüre, Nierenprobleme und in extremen Fällen lebensbedrohliche Notfälle wie ein akuter Aortenverschluss.

Wie macht sich eine Verschlusserkrankung der Bauchaorta bemerkbar?

  • Schmerzen im Bauch- oder Lendenbereich
  • Schmerzen oder Schwäche in den Beinen, insbesondere beim Gehen
  • Blässe oder Kältegefühl in den Beinen
  • Verdauungsprobleme oder ungewollter Gewichtsverlust
  • Hoher Blutdruck, besonders in Verbindung mit Niereninsuffizienz

Wie wird die Bauchaortenstenose diagnostiziert?

Zur Diagnose der Bauchaortenstenose werden neben der körperlichen Untersuchung bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT-Angiographie oder MRT-Angiographie eingesetzt. Diese ermöglichen eine genaue Lokalisation und Einschätzung des Schweregrads der Verengung oder des Verschlusses.

Wie sieht die Behandlung der Verschlusserkrankung der Bauchaorta aus?

Behandlung ist es, den Blutfluss zu verbessern, Symptome zu lindern und das Risiko schwerer Komplikationen zu minimieren. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen:

Interventionelle Verfahren:

Angioplastie und Stentimplantation: Ein Katheter wird in die verengte Stelle der Aorta eingeführt, um die Verengung mit einem Ballon zu weiten. Oft wird ein Stent eingesetzt, um die Aorta länger offen zu halten.

Angioplastie und Stentimplantation

Die Angioplastie ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem ein dünner Katheter durch eine kleine Einstichstelle in der Haut zu der verengten Stelle in der Arterie vorgeschoben wird. Ein am Ende des Katheters befestigter Ballon wird aufgeblasen, um die Verengung zu weiten. Oft wird dabei ein Stent eingesetzt, um die Arterie dauerhaft offen zu halten. Die gesamte Prozedur wird von interventionellen Kardiologen im Herzkatheterlabor mit größter Präzision und unter kontinuierlicher bildgebender Kontrolle durchgeführt.

Operative Behandlung:

  • Bypass-Operation: Bei schweren Verschlüssen und sehr kranken Patienten, für die eine Aortenoperation zu gefährlich ist, kann ein Bypass vom Arm bis zu beiden Leisten notwendig sein, um den Blutfluss um die verengte Stelle zu leiten.
  • Endarteriektomie: Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die innere Auskleidung einer verstopften Aorta entfernt wird, um den Blutfluss zu verbessern.

Lebensstiländerungen und Selbstmanagement:

  • Verzicht auf Rauchen
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Kontrolle von Bluthochdruck und Cholesterinspiegel

Durch rechtzeitige Diagnose und gezielte Therapie kann die Lebensqualität verbessert und das Risiko schwerer Komplikationen reduziert werden.

Beinvarikose, auch bekannt als Krampfadern, sind erweiterte, verdrehte Venen, die vor allem an den Beinen auftreten und deutlich unter der Haut sichtbar sind. Sie entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren, wodurch sich das Blut in den Venen staut. Obwohl Krampfadern meistens eine kosmetische Besorgnis darstellen, können sie ohne Behandlung zu Schmerzen, Schweregefühl und sogar zu ernsteren Gesundheitsproblemen führen.

Wie macht sich eine Varikose bemerkbar?

  • Sichtbare, blaue oder dunkelviolette Venen, oft geschwungen oder knotig
  • Schmerzen, Brennen oder Schweregefühl in den Beinen, besonders nach langem Stehen oder Sitzen
  • Schwellungen, besonders in den Knöcheln und Füßen
  • Juckreiz um die betroffenen Venen
  • Verfärbungen und Hautverdickungen an den Beinen bei fortgeschrittener Varikose

Wie wird eine Varikose diagnostiziert?

Die Diagnose basiert in der Regel auf einer körperlichen Untersuchung und der Krankengeschichte. Ultraschalluntersuchungen können ebenfalls eingesetzt werden, um die Struktur der Venen detailliert zu betrachten und die Funktion der Venenklappen zu bewerten.

Wie sieht die Behandlung einer Varikose aus?

Die Behandlung von Krampfadern zielt darauf ab, Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und das kosmetische Erscheinungsbild zu verbessern. Zu den Behandlungsoptionen gehören:

Konservative Maßnahmen:

  • Kompressionsstrümpfe: Das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen ist eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen zur Unterstützung des venösen Blutflusses. Sie üben einen graduellen Druck auf die Beine aus, was hilft, die Venen zu komprimieren und die Durchblutung zu verbessern. Es gibt verschiedene Stärken der Kompression, die je nach Schweregrad der Varikose und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ausgewählt werden.
  • Gewichtsmanagement: Ein gesundes Körpergewicht reduziert den Druck auf die Venen in den Beinen und kann helfen, die Symptome der Varikose zu verringern und deren Fortschreiten zu verlangsamen.
  • Regelmäßige Bewegung: Bewegung, insbesondere Gehen, fördert die Muskelpumpe in den Beinen, was den Rückfluss des Blutes zum Herzen unterstützt. Regelmäßige körperliche Aktivität kann auch helfen, das Gewicht zu kontrollieren und die allgemeine Venengesundheit zu verbessern.

Operative Verfahren:

  • Venenstripping: Bei diesem chirurgischen Eingriff werden die betroffenen Venen komplett entfernt. Unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie werden kleine Schnitte gemacht, um die Krampfader herauszuziehen. Venenstripping wird typischerweise für größere Varizen angewendet und kann eine längere Erholungszeit erfordern.
  • Phlebektomie: Eine Technik, bei der mehrere kleine Schnitte entlang der Vene gemacht werden, um kleinere Krampfadern zu entfernen. Dieses Verfahren kann unter lokaler Betäubung durchgeführt werden und ist oft mit minimalen Schmerzen und einer schnellen Erholung verbunden.

Minimal-invasive Verfahren
(in unserer Klinik nicht möglich, für diese Methode wenden Sie sich an eine phlebologische Praxis)

  • Sklerotherapie: Bei dieser Technik wird eine chemische Lösung oder ein Schaum in die Krampfadern injiziert, was zur Schrumpfung und zum Verschluss der Vene führt. Die Sklerotherapie eignet sich besonders für kleinere Varizen und Besenreiser.
  • Endovenöse Lasertherapie (EVLT) und Radiofrequenzablation: Beide Verfahren nutzen Wärme, um die betroffenen Venen von innen zu verschließen. Unter Ultraschallführung wird ein dünner Katheter in die Vene eingeführt, durch den Laserlicht oder Radiowellen gesendet werden. Diese Techniken sind effektiv für größere Krampfadern und bieten den Vorteil einer schnellen Erholung und minimaler Narbenbildung.

Besenreiser: Eine Sonderform der Beinvarikose

Besenreiser sind eine feine, oberflächliche Form der Varikose, die als kleine, spinnwebartige oder baumartig verzweigte Venenmuster hauptsächlich an den Beinen auftreten. Sie sind deutlich feiner als Krampfadern, oft rot oder blau gefärbt und durch die Haut sichtbar. Besenreiser stellen in den meisten Fällen ein rein kosmetisches Problem dar und sind in der Regel harmlos, ohne die typischen Symptome wie Schmerzen, Schweregefühl oder Schwellungen, die mit größeren Krampfadern verbunden sein können.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung von Besenreisern kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter genetische Veranlagung, Alter, Geschlecht (häufiger bei Frauen), Schwangerschaft, langanhaltendes Stehen oder Sitzen sowie hormonelle Einflüsse.

Kosmetische Behandlungsoptionen

Obwohl Besenreiser keine gesundheitlichen Beschwerden verursachen, wünschen sich viele Betroffene aus ästhetischen Gründen eine Behandlung. Zu den effektivsten Behandlungsmethoden gehören:

  • Sklerotherapie: Eine minimal-invasive Technik, bei der eine spezielle Lösung in die Besenreiser injiziert wird, was zu deren Verklebung und schließlichem Verblassen führt.
  • Lasertherapie: Bei dieser Methode werden Laserlichtimpulse auf die Besenreiser gerichtet, um sie zu erhitzen und verschwinden zu lassen. Die Lasertherapie ist besonders geeignet für sehr feine Besenreiser.

Ein Portkatheter, oft einfach „Port“ genannt, ist ein kleines medizinisches Gerät, das unter die Haut implantiert wird, um langfristigen Zugang zu den Blutgefäßen zu ermöglichen. Dieses System wird besonders häufig bei Patienten eingesetzt, die über einen längeren Zeitraum Chemotherapie, intravenöse Medikamente oder künstliche Ernährung benötigen. Ein Port erleichtert wiederholte Eingriffe, da das häufige Legen von Venenkanülen umgangen wird.

Was ist ein Portkatheter?

Ein Portkatheter besteht aus zwei Hauptteilen: einem kleinen, runden Reservoir (dem Port) und einem daran angeschlossenen dünnen Schlauch (dem Katheter). Das Reservoir wird unter die Haut eingesetzt und der Katheter führt in eine zentrale Vene, die das Blut effizient in den Körper leitet. Der Port wird durch die Haut hindurch angestochen, um Medikamente oder Nährstoffe direkt in den Blutkreislauf zu verabreichen.

Wo wird ein Portkatheter eingebaut?

Ein Portkatheter wird üblicherweise unter der Haut im Bereich des Brustkorbs, oft unterhalb des Schlüsselbeins, implantiert. Der Eingriff erfolgt in einem sterilen Umfeld, meist unter örtlicher Betäubung oder leichten Beruhigungsmitteln. Der Katheter wird dann durch eine große Vene bis nahe am Herzen platziert, wo er eine sichere und schnelle Verteilung der Medikamente im Blutkreislauf gewährleistet.

Wie wird ein Portkatheter benutzt?

Nach der Implantation kann der Port sofort oder nach einer kurzen Heilungsphase verwendet werden. Eine spezielle Nadel (Huber-Nadel) wird durch die Haut in das Reservoir eingeführt, um Zugang zum Katheter zu erhalten. Dies ermöglicht die schmerzfreie Verabreichung von Chemotherapie, Ernährungslösungen oder anderen intravenösen Medikamenten.

Vorteile eines Portkatheters

  • Schonender für die Venen, da wiederholte Einstiche vermieden werden
  • Geringeres Infektionsrisiko im Vergleich zu herkömmlichen Venenkathetern
  • Komfort und Bewegungsfreiheit für den Patienten im Alltag
  • Langanhaltende Verwendbarkeit, oft über Monate oder Jahre

Pflege und Wartung des Portkatheters

Um Infektionen und Verstopfungen zu verhindern, muss der Portkatheter regelmäßig gespült und desinfiziert werden. Dies geschieht in der Regel in regelmäßigen Abständen durch medizinisches Fachpersonal.

Die Portimplantation bietet Patienten mit chronischen oder langwierigen Erkrankungen einen sicheren und komfortablen Zugang zur intravenösen Therapie, verbessert die Lebensqualität und erleichtert die medizinische Versorgung.

Halsschlagaderverengung (Karotisstenose)

Die Halsschlagaderverengung, medizinisch Karotisstenose genannt, ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der sich die Halsschlagadern (Arteriae carotides) durch Ablagerungen von Kalk und Fettstoffen (Plaques) verengen. Diese Arterien versorgen das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut – ist der Blutfluss hier eingeschränkt, steigt das Risiko für einen Schlaganfall erheblich.

Die Erkrankung bleibt oft lange unbemerkt, kann jedoch durch frühzeitige Diagnostik und gezielte Behandlung gut therapiert werden.

Wie macht sich eine Karotisstenose bemerkbar?

In vielen Fällen verursacht eine Karotisstenose lange Zeit keine Beschwerden. Erste Warnzeichen können sein:

  • Plötzliche Sprachstörungen oder Sprachfindungsstörungen
  • Vorübergehende Lähmung oder Taubheit auf einer Körperseite
  • Sehstörungen oder vorübergehende Blindheit auf einem Auge („Amaurosis fugax“)
  • Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
  • Schlaganfall oder Vorläufersymptome (TIA – transitorisch ischämische Attacke)

Solche Symptome deuten auf eine Minderdurchblutung im Gehirn hin und sollten sofort ärztlich abgeklärt werden.

Wie wird eine Karotisstenose diagnostiziert?

Die Diagnostik beginnt mit einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung. Folgende Verfahren kommen zum Einsatz:

Duplexsonografie der Halsgefäße (Ultraschall): Erstes bildgebendes Verfahren zur Beurteilung der Verengung

CT- oder MR-Angiografie: Detaillierte Darstellung der Gefäße und Plaques

Digitale Subtraktionsangiografie (DSA): Bei geplanten Eingriffen zur genauen Gefäßdarstellung

Wie sieht die Behandlung der Karotisstenose aus?

Ziel der Behandlung ist es, das Risiko eines Schlaganfalls zu minimieren und die Durchblutung des Gehirns zu sichern. Je nach Schweregrad der Stenose und individueller Risikofaktoren stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:

Medikamentöse Behandlung (bei leichteren Verengungen)

  • Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS oder Clopidogrel)
  • Blutdruck- und Cholesterinsenkung
  • Raucherentwöhnung, Bewegung, gesunde Ernährung
  • Interventionelle Behandlung (bei höhergradiger Stenose)
  • Stentimplantation: Ein feines Drahtgeflecht wird mittels Kathetertechnik in die verengte Arterie eingebracht, um sie offen zu halten. Diese Behandlung erfolgt in spezialisierten Zentren mit neuroradiologischer Expertise.

Operative Behandlung

Karotisendarteriektomie: Ein chirurgisches Verfahren, bei dem die Gefäßwand der Halsschlagader geöffnet und die Plaque mechanisch entfernt wird. Dieser Eingriff gilt als Goldstandard bei höhergradigen symptomatischen Verengungen und wird in unserer Klinik mit modernsten Techniken und größter Sorgfalt durchgeführt.

Lebensstiländerungen und Prävention

  • Rauchstopp
  • Ausgewogene, cholesterinarme Ernährung
  • Regelmäßige Bewegung
  • Regelmäßige Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen
  • Gute Einstellung bestehender Grunderkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck

Früh erkannt – gezielt behandelt:

Eine Karotisstenose muss nicht zwangsläufig zum Schlaganfall führen. Unsere interdisziplinären Teams aus Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen beraten Sie individuell über das beste Vorgehen.

Wundzentrum

In unserer Klinik legen wir großen Wert auf die professionelle Versorgung akuter und chronischer Wunden. Unser interdisziplinäres Team – darunter speziell ausgebildete Wundmanagerinnen, Chirurgen und weitere Fachkräfte – begleitet Sie kompetent und individuell durch alle Phasen der Wundheilung. Ziel ist es, eine möglichst rasche, schmerzarme und komplikationsfreie Heilung zu erreichen.

Wir kombinieren bewährte Verfahren mit modernen, innovativen Ansätzen und stimmen die Therapie individuell auf Ihre Wundsituation und Ihre persönlichen Bedürfnisse ab.

Unsere Behandlungsmethoden im Überblick

Konventionelle Wundversorgung
Die klassische Wundbehandlung bildet die Basis jeder Therapie. Je nach Art, Tiefe und Feuchtigkeitsgrad der Wunde wählen wir moderne Verbandmaterialien aus – z. B. Schaumverbände, Hydrogele, Alginate oder silberhaltige Kompressen. Ziel ist es, das optimale Wundmilieu zu schaffen und Infektionen zu vermeiden.

Vakuumtherapie (VAC-Therapie)
Die Vakuumversiegelungstherapie ist besonders effektiv bei chronischen oder großflächigen Wunden. Durch ein sanftes Unterdrucksystem wird Wundflüssigkeit kontinuierlich abgesaugt, was die Durchblutung fördert, die Neubildung von Gewebe stimuliert und das Infektionsrisiko reduziert. Diese Methode verkürzt nachweislich die Heilungszeit.

Laserbehandlung von Wunden
Mit speziellen medizinischen Lasern kann die Heilung von schlecht durchbluteten oder entzündeten Wundbereichen angeregt werden. Die Laserenergie fördert die Zellaktivität, reduziert Bakterienbelastung und wirkt schmerzlindernd. Die Therapie ist schmerzfrei und gut verträglich.

Madenbehandlung (Biochirurgie)
Eine bewährte, natürliche Methode bei stark verschmutzten oder nekrotischen Wunden: Medizinisch sterile Fliegenlarven werden gezielt auf die Wunde aufgebracht. Sie entfernen abgestorbenes Gewebe sehr präzise, fördern die Heilung und reduzieren die Keimbelastung – ganz ohne chirurgischen Eingriff.

Eigenblut-Plasmatherapie (PRP)
Bei dieser modernen Methode wird Ihnen eine kleine Menge Blut entnommen, im Labor speziell aufbereitet und das plättchenreiche Plasma (PRP) anschließend in die Wunde eingebracht. Die im Plasma enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Regeneration des Gewebes an und beschleunigen die Wundheilung auf natürliche Weise.

Hauttransplantation
Bei größeren Wunden oder Hautdefekten – etwa nach Verbrennungen oder Operationen – kann eine Hauttransplantation erforderlich sein. Dabei wird körpereigene Haut entnommen und auf die betroffene Stelle transplantiert. Unsere erfahrenen Chirurgen führen diesen Eingriff unter sterilen Bedingungen mit modernsten Techniken durch.

Persönliche Betreuung

Unsere Wundmanagerinnen koordinieren den gesamten Behandlungsablauf und stehen Ihnen während Diagnostik, Therapie und Nachsorge als feste Ansprechpartnerinnen zur Seite. So stellen wir sicher, dass Sie sich jederzeit gut betreut und informiert fühlen.