Das Zentrum für Pflegeberufe NEA hat während der Faschingsferien seinen Umzug an den Steller-Campus erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb einer Woche wurden Unterrichtsräume, Lehrmittel und Verwaltung an den neuen Standort verlagert. Seit dieser Woche findet der Schulbetrieb in Bad Windsheim statt.
Mit dem Umzug entsteht am Steller-Campus ein besonderer Bildungsverbund: Unter einem Dach befinden sich nun das Zentrum für Pflegeberufe NEA, das Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium sowie die Kreisbücherei.
Enormes Engagement beim Umzug
Andrea Hirsch, Schulleitung des Zentrums für Pflegeberufe NEA, hebt die außergewöhnliche Leistung ihres Teams hervor: „Der Umzug innerhalb einer Woche war eine große organisatorische Herausforderung. Dass wir diesen Schritt so reibungslos umsetzen konnten, ist dem hohen Engagement unseres gesamten Kollegiums zu verdanken.“ Ihr Dank gilt außerdem dem Bauhof des Landkreises sowie der Haustechnik der Klinik, die Planung und Umsetzung tatkräftig unterstützt haben.
Einzigartiges Campus-Konzept mit Entwicklungspotenzial
Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Verwaltungsratsvorsitzender, betont die besondere Bedeutung des neuen Standortes: „Dass ein Gymnasium und ein Zentrum für Pflegeberufe unter einem Dach zusammenarbeiten, ist ein einzigartiges Konzept. Diese räumliche Nähe eröffnet neue Perspektiven. Gerade das soziale Profil des Gymnasiums bietet interessante Anknüpfungspunkte für zukünftige Entwicklungen.“
Mit dem Campus-Gedanken werde Bildung ganzheitlich gedacht – von der schulischen Allgemeinbildung bis zur beruflichen Qualifikation im Gesundheitswesen.
Der Landkreis hat in die Sanierung und Anpassung der Räumlichkeiten am Steller-Campus rund 580.000 Euro investiert. Damit wurden die baulichen Voraussetzungen für eine moderne Nutzung durch mehrere Einrichtungen geschaffen.
Nachhaltige Nutzung bestehender Infrastruktur
Uwe Nickel, Leiter des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums, hebt insbesondere den nachhaltigen Aspekt hervor: „Die Pflegeschule füllt bisher nicht genutzte Räume mit Leben und trägt dazu bei, das Gebäude sinnvoll und dauerhaft auszulasten. Das ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Nutzung unserer bestehenden Infrastruktur.“
Durch die neue Belegung wird vorhandene Gebäudesubstanz effizient genutzt und langfristig gesichert.
Strategischer Mehrwert für die Pflegeausbildung
Mit dem Umzug werden Pflegeschule, Pflegecampus mit Wohnmöglichkeiten für Auszubildende sowie die Klinik Bad Windsheim an einem Standort gebündelt. Klinik-Vorstand Stefan Schilling, unterstreicht die strategische Dimension: „Die räumliche Nähe von Schule, Wohnheim und Klinik ist ein erheblicher Mehrwert für unsere Auszubildenden. Theorie, Praxis und Alltag lassen sich deutlich besser miteinander verbinden.“
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Reduzierung der Fahrzeiten. Bislang mussten viele Auszubildende für den theoretischen Unterricht nach Scheinfeld pendeln. Gerade junge Menschen ohne Führerschein standen hier vor organisatorischen Herausforderungen. Diese Wege entfallen nun vollständig.
Beitrag zur Sicherung der regionalen Gesundheitsversorgung
Die Ausbildung von Pflegefachkräften vor Ort ist ein zentraler Baustein zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region.
„Nur wenn wir hier selbst ausbilden, können wir langfristig qualifiziertes Pflegepersonal gewinnen und an unsere Einrichtungen binden. Das ist entscheidend für die Versorgungssicherheit unserer Bevölkerung“, so Schilling.
Mit dem Umzug an den Steller-Campus setzt der Landkreis gemeinsam mit den beteiligten Einrichtungen ein deutliches Zeichen für die Stärkung der Pflegeausbildung, die nachhaltige Nutzung öffentlicher Infrastruktur und die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitsstandortes Bad Windsheim.




