Schnelle Genesung bei Hüft- und Kniearthrose – vom Patienten zum Behandlungspartner - Vorträge

am Mittwoch 15.05.2019 um 19:00 Uhr im BSZ-Scheinfeld (Aula / Eingangsbereich) sowie am Mittwoch 26.06.2019 um 19:00 Uhr im Brauereigasthof Zwanzger in Uehlfeld (Saal 1. OG)

Schmerzen in Knie und Hüftgelenk – was nun? Muss ich operiert werden? Wann muss ich operiert werden? Und wo soll ich hingehen? Diese und weitere Fragen werden von Chefarzt Dr. Mathias Bender, Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung in seinem Vortrag am 15.05.2019 um 19:00 Uhr in der Aula des BSZ Scheinfeld beantwortet. Ein weiterer Vortrag findet am Mittwoch 26.06.2019 um 19:00 Uhr im Brauereigasthof Zwanzger in Uehlfeld (Saal 1. OG) statt. Zudem wird der bunte Strauß der konservativen Behandlungsmöglichkeiten wird vorgestellt, und die Entstehung der Arthrose beleuchtet.

 

Die konservative Therapie kann leider bis heute die Arthrose nicht heilen. Aber es hat sich nach langen Jahren ohne große Innovationen in der Hüft und Kniegelenkchirurgie einiges verbessert. Pro Jahr über 400 000 Gelenkersatzoperationen an Hüft – und Kniegelenk in Deutschland durchgeführt.

 

Seit Juni 2018 profitieren Patienten des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung in Bad Windsheim vom neuen Behandlungskonzept „Schnelle Genesung“. Für den Patienten hat sich die Behandlung dadurch positiv verändert. Zu einer zeitgemäßen und hochspezialisierten Behandlung von Hüft- und Kniearthrosepatienten bedarf es eines Behandlungsteams, in dem jeder Mitarbeiter seinen Beitrag zum Gesamterfolg beisteuert. Heute werden Operationen zum Hüft-und Kniegelenkersatz anders durchgeführt als noch vor einigen Jahren. Operationstechniken, Narkose und Nachbehandlung haben sich erheblich verändert und sind wesentlich patientenfreundlicher geworden.

 

Dr. Mathias Bender stellt das neue Konzept der „Schnellen Genesung“ vor. Er empfiehlt, sich nur in Krankenhäusern operieren zu lassen, die sich nicht nur um die Operation sondern um den ganzen Menschen kümmern. Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Konzeptes ist es, dass Patienten nach einer Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation, noch am Operationstag wieder aufstehen und gehen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Patienten selbst am Erfolg der Operation mitwirken können. Dieses Mitwirken am Erfolg ist deshalb möglich, weil bereits vor dem stationären Aufenthalt die Patienten umfänglich über den Behandlungsverlauf im Krankenhaus informiert werden (Patientenschulung). Das Behandlungsteam um den Patienten, und der Patient selbst, können miteinander reden, weil Sie wissen, was jeder von dem anderen erwarten kann. Der Patient wird vor, während und nach dem stationären Aufenthalt um die Operation zum Behandlungspartner.

 

Auch der Austausch zwischen den Patienten wird durch die Patientenschule, die Möglichkeit gemeinsam ihre Mahlzeiten einzunehmen und gemeinsam an einer ergänzenden Gruppentherapie teil zu nehmen, sehr gefördert. Dies trägt zur schnellen Genesung ebenfalls bei. Drainagen, Infusionsnadeln, Thrombosestrümpfe, Flügelhemdchen, Dauerkatheter oder Blutkonserven gehören weitgehend der Vergangenheit an.

 

„Unsere Patienten sind am Tag nach der OP auf dem Stationsflur nur durch Ihre Gehstützen von einem Besucher unterscheidbar“, betont Dr. Bender stolz.