Infos und Tipps: Badearzt Dr. Krause und Chefarzt Dr. Bender informieren

zu Badekuren und zur Behandlung von Arthrose

Kur- und Badearzt Dr. med. Matthias Krause referierte am Mittwoch vor knapp 30 Zuhörern zum Thema „Die Kur und der Badearzt“. Nach einigen einleitenden Worten durch Kurdirektor Mike Bernasco vermittelte er im Kleinen Saal des Kur- & Kongress-Centers einen Überblick, welche Formen der Kur es gibt und wie der Weg dorthin aussieht.

 

„Gesundheit wird in der heutigen Gesellschaft zunehmend als ein zentraler Wert verstanden, der so lange wie möglich erhalten werden soll.“ Mit diesem Zitat machte Krause gleich zu Beginn seines Vortrags deutlich, wie wichtig Prävention und Gesunderhaltung heute sind und welch bedeutende Rolle Heilbäder und Kurorte in diesem Zusammenhang als Gesundheitskompetenzzentren spielen. Der erste Weg für Kurwillige führt stets zum Hausarzt, so Krause. Dieser berät, welche Form der Kur infrage kommt – ambulant oder stationär, Vorsorge oder Rehabilitation – und stellt zusammen mit dem Patienten den Kurantrag. „Ein ganz wichtiger Punkt ist die Dauer“ betont der Bad Windsheimer Badearzt, denn der Hausarzt muss in seinem Kurvorschlag unter anderem Dauer und Form der Kur angeben. Kuren von weniger als 21 Tagen seien laut Krause nicht optimal zur Erreichung der Kurziele.

 

Wurde die Kur schließlich von der Krankenkasse bewilligt, tritt der Badearzt auf den Plan. Er plant die individuellen Anwendungen für den Patienten, verordnet die notwendigen Heilmittel und steht während der Kur in allen medizinischen Fragen beratend zur Seite. Speziell im Bereich der ambulanten Kuren seien Klimakuren ebenso möglich wie Trinkkuren und – in Bad Windsheim besonders naheliegend – Bade- und Thermalkuren, erläutert Krause. Im Gegensatz zu Chirurgen oder gar Hausärzten, verrät er, herrschen für einen Badearzt fast „paradiesische Zustände“, unterliegt er doch keinerlei Verordnungsbeschränkungen. Damit hat der Badearzt vergleichsweise freie Hand und kann nach bestem Wissen und Gewissen Kurmaßnahmen verordnen. „Und letztlich ist der Patient derjenige, der davon profitiert“, fasst Krause zusammen.

 

Im Anschluss, und teils bezugnehmend auf die Worte des Badearztes, informierte Dr. med. Mathias Bender, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie in der Klinik Bad Windsheim, die interessierten Zuhörer über „Konservative Therapie bei Hüft- und Kniegelenksarthrose“. Anschaulich und für den Laien verständlich erläuterte er, wie Gelenke aufgebaut sind und welche Bedeutung dem Knorpel als „Stoßdämpfer“ zukommt. Mit dem Alter wachse das Risiko einer Arthrose, so Bender. Das Knorpelgewebe wird dünner und führt in vielen Fällen zu einer Arthrose, d.h. zum Gelenkverschleiß. Sowohl präventiv als auch therapeutisch helfen in diesem Falle die Umstellung der Ernährung und vor allem Bewegung, betont der Arzt. Schonende Sportarten wie Fahrradfahren, Nordic Walking oder Schwimmen seien besonders gut geeignet, um ihm und seinem OP-Tisch aus dem Wege zu gehen.

 

Der Vortragsabend im KKC war die erste einer Reihe weiterer Veranstaltungen, die die Franken-Therme in Kooperation mit Badearzt Dr. Krause geplant hat. Der nächste Vortrag wird voraussichtlich Anfang des neuen Jahres stattfinden. Infos hierzu folgen.