Ansprechpartner

Photo of Mathias  Bender Chefarzt Dr. med. Mathias Bender
Unfallchirurgie, Orthopädie, Endoprothetikzentrum, D-Arzt
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 99-101
Fax: 09841 99-103

Senior-Hauptoperateure im EPZmax

Dr. Mathias Bender, Dr. Josef Benda, Thomas Leibner, MUDr. Nikolaj Vasak

Hauptoperateure

Dr. Frank Wagner, Dr. Roland Brych

Endoprothetik-Sprechstunde

Montag bis Freitag, 08:00 - 12:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Wir bitten um eine telefonische Terminvereinbarung.

In unserer speziellen Endoprothetik-Sprechstunde beraten wir Sie ausführlich zu allen Fragen rund um den künstlichen Gelenkersatz. Bitte bringen Sie Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder und schriftliche Arztbefunde mit. Bitte bereiten Sie auch einen kleine Liste vor, auf der Sie Vorerkrankungen und Medikamente, die Sie einnehmen, notieren – schließlich behandeln wir nicht nur ein einzelnes Gelenk, sondern Sie als ganzen Menschen. Falls Medikamente zur Blutgerinnungshemmung oder Durchblutungsförderung (z.B. Aspirin, Godamed, ASS) vor der Operation abgesetzt oder ersetzt werden müssen, informieren wir Sie rechtzeitig.

Team des Endoprothetikzentrum

Die häufigsten Fragen unserer Patienten (FAQ)

Fragen vor dem Krankenhausaufenthalt

  • Woher weiß man denn, welche Prothese bei der Hüft-OP Verwendet wird?

    Wir haben 4 verschiedene Modelle für unsere Hüftpatienten zur Verfügung. Hierdurch können wir eine Auswahl treffen, welche Prothese am besten zu Ihrem Knochen passt. Diese Auswahl erfolgt vor der OP im Rahmen der OP-Planung. Änderungen der Auswahl können während der OP noch erfolgen, sind aber selten.
  • Wann wird denn die Prothese geplant?

    Allerspätestens erfolgt die Planung am Tag vor der OP. In der Regel wird die Prothese am Tag der Indikationsstellung oder am Prämedikationstag geplant.
  • Wird da ein Computer verwendet?

    Ja, zur Prothesenplanung verwenden wir einen Computer mit einer sehr genauen Planungssoftware. Um planen zu können, benötigen wir Röntgenaufnahmen mit einer Referenzkugel. Diese Aufnahmen werden bei uns angefertigt.
  • Wird minimalinvasiv operiert?

    Wir beherrschen mehrere Zugangswege zum Hüftgelenk. Wir setzen sowohl Standard- wie auch minimalinvasive Zugangswege ein. Einerseits je nach Patientenwunsch, andererseits, je nach Sicherheit.
  • Wie lange hält denn die Prothese?

    Es gibt viele statistische Werte und viele Gerüchte. Leider bleibt die Haltbarkeit eine Individuelle. Auch die statistischen, vermeintlich richtigen Daten, haben viele Probleme in der Auswertung.  Sicher kann man sagen, dass Hüften etwas länger halten als Kniegelenke, und Teilknie-Gelenke, bei der richtigen Indikation, genauso lange halten, wie ein ganzes Knie. Flapsig daher gesagt hält eine Hüfte heute ca. 20 Jahre, ein Kniegelenk ca. 15 Jahre.
  • Hält ein halbes Knie genauso lange?

    Das Gerücht, dass ein halbes Knie auch nur halb so lange hält ist falsch. Wichtig ist, dass die Grundvoraussetzungen des Patienten gegeben sind, um ein halbes Kniegelenk zu erhalten. Wenn diese gegeben sind, ist die Haltbarkeit genau so lange, wie bei einem ganzen Knie.
  • Kann ich mir die Reha Klinik aussuchen?

    Vordergründig ist dies der Fall. Es gibt ein Patientenwahlrecht.
    Sollte aber ihre Wunschklinik keinen Vertrag mit ihrer Krankenkasse haben, wird es mühsam ihre Wünsche durch zu setzen. Klären Sie dies bitte im Vorfeld mit ihrer Kasse. Zunächst einmal bestimmt ihre Kasse, ob Sie überhaupt, und wenn ja, wo und wann Sie eine Reha antreten dürfen. Es kann also sein, dass weder eine nahtlose Verlegung, noch eine Verlegung in die Wunschklinik möglich ist. Unser Sozialdienst kann Sie unterstützen, wenn Sie sich so früh wie möglich melden, also bereits zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung zur OP.
  • Wie lange muss man warten, wenn man 2 „kaputte“ z.B. Hüften hat, um nach Versorgen der 1. Hüfte die 2. Hüfte zu operieren?

    Entscheidend hierfür ist, dass Sie sich mit dem ersten ersetzten Gelenk sicher fühlen. Ab diesem Zeitpunkt kann die Gegenseite geplant werden.
  • Muss ich etwas zuzahlen? PSI, individuelle Prothese.

    Die individuellen Prothesen werden von den Kassen nur noch bei sehr wenigen Patienten übernommen. Alle anderen Patienten müssen die Differenzkosten zwischen der Kassenleistung und dem Mehrpreis der individuellen Prothese selbst übernehmen (1600- 2300 Euro).
    Individuelle Schnittblöcke stellen wir Ihnen ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Allerdings müssen Sie vorher eine Vermessung im MRT machen lassen. Dies kann nur in geeigneten MRT´s erfolgen. Diese Kosten müssen Sie dem Radiologen erstatten und liegen bei ca. 400 Euro. 

Fragen zu OP/ Anästhesie

  • Was für eine Narkose ist denn besser? (Vor-und Nachteile)

    Dies bleibt eine persönliche Entscheidung. I.d.R. gibt es nur wenige Patienten, die eine Narkoseform nicht erhalten können. Wenn Sie schnell wieder aufstehen wollen, hat die Vollnarkose Vorteile, wenn Sie mitbekommen wollen, was bei der OP gemacht wird, dann die Teilnarkose.
  • „warum ist mir schlecht ich hatte doch eine Spinale“?

    Die Übelkeit kann durch hochwirksame Schmerzmittel kommen, und hat so erst einmal nichts mit der Form der Narkose zu tun. Wir geben Ihnen schon während der OP Medikamente, die die Übelkeit mindert, oder verschwinden lässt.
  • Höre ich das Hämmern? Spüre ich das?

    Bei einer Teilnarkose können Sie hören, was der Operateur macht. Der Operateur verwendet durchaus Hammer und Akkusäge mit entsprechenden Geräuschen. Schmerzen verspüren Sie hierbei nicht.
  • Ich bekomme wirklich schon im Aufwachraum schon was zu trinken und ein Eis? Wird mir da nicht schlecht?

    Ja, wir bieten Ihnen beides nach der OP sofort an. Die Aufnahme von Flüssigkeit und der Zucker des Wassereises reduziert das Übelkeitsgefühl, dass vorliegen kann. Sie müssen aber nichts zu sich nehmen.
  • Ich bin doch viel zu alt / zu dick, um gleich im Aufwachraum auf zu stehen, kann ich das ?

    Es ist bewiesen, dass gerade ältere und adipöse Patienten von einer Frühmobilisierung am meisten profitieren. Fast alle Patienten schaffen dies auch mit unserer Unterstützung.
  • Wie lange dauert so eine OP?

    Eine Hüft OP dauert ca. 50-80 Min, eine Knie- OP ca. 70-100 Min.
  • Wer operiert?

    Wer Sie operiert wird spätestens in der Indikationsbesprechung 1 Woche vor Ihrer OP festgelegt. Leider kann sich diese Festlegung, in seltenen Fällen, im Tagesgeschäft am OP-Tag selbst noch ändern. Wir sind ein Team von versierten Operateuren. Jeder von uns operiert mindestens 100 Prothesen pro Jahr selbst. Sie bekommen einen erfahrenen Operateur an Ihre Seite. Wünsche können geäußert werden, und werden , wenn möglich, auch berücksichtigt.

     

Fragen nach der OP/ Aufenthalt im Krankenhaus

  • Werden denn die Beine nicht dick und blau ohne Drainagen?

    Ja, es treten mehr flächige Blutergüsse auf, als mit Drainagen. Dies ist aber nur ein optisches/kosmetisches Problem. Ihre Mobilität wird hierdurch nicht eingeschränkt, und Sie haben auch nicht mehr Schmerzen.
  • Wann kann ich denn selber wieder auf die Toilette?

    Wenn alles optimal verläuft schon am OP-Tag. In der Regel aber spätestens am 1.Tag nach der OP.
  • Schwellen meine Beine nach der OP an?

    Ja, es ist normal, dass Ihr operiertes Bein, teilweise auch beide Beine, nach der OP anschwellen. Meist am   2.-4. Tag.
  • Was sind bequeme Schuhe?

    Bequeme Schuhe sollten Sie auch mit einer Schwellung noch tragen können. Gerne z.B. Treckingsandalen. Sie sollten festen Halt im Schuh haben.
  • Ist es denn nicht besser, wenn man alles etwas langsamer angehen lässt?

    Es ist bewiesen, dass die frühe Mobilisierung erhebliche Vorteile hat. Der Kreislauf bleibt stabiler, Ihr Gelenk funktioniert schneller, der Schmerz ist geringer. Immobilisierte Patienten haben einen wesentlich schlechteren postoperativen Behandlungsverlauf.
  • Bekomme ich auch manuelle Lymphdrainage?

    Ja, unsere Patienten erhalten manuelle Lymphdrainage. Die Häufigkeit hängt vom Maß ihrer Schwellung ab.
  • Darf ich mich im Bett auf die Seite legen?

    Sie dürfen sich sowohl bei Hüft- wie Knie-OP auf beide Körperseiten legen. Sie dürfen auch Ihre Beine im Bett bis 90° aufstellen. Hüftpatienten legen sich schmerzbedingt meist nicht auf die operierte Seite, und liegen auf der OP-Gegenseite kann zu einem ziehenden Schmerz im OP-Gebiet führen. Dieser Schmerz kann durch ein Kissen zwischen den Beinen reduziert werden.
  • Ist die Schwellung normal, und wie lange bleibt die Schwellung?

    Leider gibt es bisher noch kein Mittel die Schwellungen nach einer Hüft-oder Knie-Operation zu vermeiden. Mit der OP wird in die Lymphabflusssteuerung des Körpers eingegriffen. Meist treten die Schwellungen zischen dem 2. und 4. Tag auf und bilden sich dann langsam zurück. Am besten gegen die Schwellungen helfen aktive Muskelübungen, wie zur Thromboseprophylaxe und andere Übungen, die wir Ihnen zeigen.
  • Wann kann ich nach der Op. wieder duschen?

    Sobald Ihr Kreislauf es zulässt, dürfen Sie duschen. Meist schon am 2.Tag nach der OP.

Fragen zum Thema: Der Alltag mit der Prothese

  • Wie lange nach der Hüft-OP muss ich denn aufpassen?

    Eine kräftige Narbenbildung kann bis zu drei Monaten andauern. Innerhalb dieses Zeitfensters, sollten Sie mit extremen Bewegungen vorsichtig sein. Danach probieren Sie einfach aus, welchen Bewegungsumfang Sie erreichen, ohne dass Schmerzen auftreten. Diese Bewegungen dürfen Sie dann auch gefahrlos durchführen. Dies sind Empfehlungen zu ihrer Sicherheit.
  • Wann darf ich denn wieder Auto fahren?

    Es gibt keine Zeitvorgabe! Sie müssen ins Auto ein- und aussteigen können, und die Pedale auch in einer Notsituation mit kräftigem Druck bedienen können. Dann sind Sie keine Gefahr für sich und andere mehr.
  • Was heißt denn Vollbelastung?

    Der Begriff kann missverständlich sein. Vollbelastung bedeutet, dass Sie auch im Einbeinstand auf dem operierten Bein stehen dürfen. Es bedeutet nicht, dass Sie jetzt vollschichtig arbeiten können.
  • Wie steige ich ins Auto ein?

    Unser Physiotherapieteam wird Ihnen zeigen, wie Sie gut in das und aus einem Auto kommen.
  • Wie lange muss ich die Stützen nehmen?

    Wir geben keine Stützentragepflicht oder -zeit vor. Sobald Sie sich sicher fühlen ohne Gehstützen, dürfen Sie diese weglassen. Die Gehstützen sind nur für ihre Sicherheit, nicht für eine Entlastung des Gelenkes.
  • Wann kann ich wieder Fahrrad fahren?

    Bei Kniepatienten ist der Bewegungsumfang entscheidend. Sie benötigen eine Beugung von 110° um harmonisch Rad fahren zu können. Die ersten drei Wochen sind diese Beugungen im Kniegelenk gar nicht gewünscht, um die OP-Narbe zu entlasten. Bei Hüftpatienten ist das Radfahren alleine durch das Auf-und Absteigen vom Rad limitiert. Dies sollten Sie sicher beherrschen.
  • Wie lange bin ich krankgeschrieben?

    Hierfür gibt es keine pauschale Antwort. Wenn Sie in einem körperlich belasteten Beruf tätig sind kann eine Ausfallzeit von 3-4 Monaten sicher eingeplant werden.
  • Wann darf ich mich wieder auf das neue Knie knien?

    Das Knien auf das operierte Gelenk ist nicht verboten, wenn die Wundheilung abgeschlossen ist. Hier rechnen wir mit ca. drei Wochen. Viele Patienten empfinden das Knien auf dem neuen Gelenk aber als unangenehm und vermeiden dies dauerhaft.
  • Was passiert mit mir wenn meine Hüfte luxiert/ bzw. kommen Luxationen häufig vor?

    Hüftluxationen sind mittlerweile eher ein seltenes Ereignis. Wir haben bessere Implantate und schonendere OP-Techniken. Wenn eine Luxation stattfindet, ist dies in der Regel sehr schmerzhaft. Meist erfolgen Luxationen durch einen Sturz oder wenn im Alter die Muskulatur erschlafft.