Ansprechparter

Photo of Elisabeth  Derrer Elisabeth Derrer
Schulleitung
Goethestraße 6
91443 Scheinfeld
Tel.: 09162 922389
Fax: 09162 9281203

Wissenschaftliche Begleitung

In täglichen Reflexionen wird der Pflegealltag besprochen und optimiert
In täglichen Reflexionen wird der Pflegealltag besprochen und optimiert

Die Vorbereitungen starteten bereits im Oktober 2013. Unter Federführung von Schulleitung Elisabeth Derrer und Björn Reiß, Lehrer an der Krankenpflegeschule und Student der Berufspädagogik im Gesundheitswesen der Wilhelm-Löhe-Hochschule in Fürth, wurde die Woche gemeinsam mit weiteren Studierenden wissenschaftlich begleitet und evaluiert. „Das Projekt erforderte viele Vorbereitungen, beispielsweise wurden die Schülerinnen und Schüler vorab in speziellen Notfallsituationen geschult, Fähigkeiten im Umgang mit den verschiedenen Computeranwendungen wurden trainiert und Wissen zu den relevanten Krankheitsbildern wurde vertieft“, betont Reiß.

Akutgeriatrie ist bestens geeignet

Konzentration gefordert: Vorbereiten von Medikamenten
Konzentration gefordert: Vorbereiten von Medikamenten

Bestens geeignet für das Pilotprojekt war die akutgeriatrische Pflegestation: Hier werden die Patienten von einem multiprofessionellen und interdisziplinären Team – unabhängig ihrer Grunderkrankung – versorgt und behandelt. Ziel des Krankenhausaufenthaltes ist es, dass diese Patienten durch gezielte therapeutische Maßnahmen, wie beispielsweise aktivierende Pflege, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie und medikamentöse Therapie ihre Aktivitäten des täglichen Lebens wieder ganz oder teilweise selbst verrichten können. Die Verweildauer von etwa drei Wochen und die Vielfältigkeit der anzutreffenden Krankheitsbilder macht diese Abteilung für dieses Projekt besonders interessant und geeignet. Den Lernenden bietet sich die Möglichkeit, sich näher mit den Patienten, ihren verbliebenden Fähigkeiten und ihren Defiziten zu befassen, sowie eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patienten aufzubauen.

Ausführliche Planung und breite Unterstützung

„Unumgänglich für die Umsetzung des Projektes waren die Unterstützung durch Vorstand Stefan Schilling, Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer sowie den Verantwortlichen der Station“, so Schulleiterin Elisabeth Derrer.. In der Vorbereitungsphase teilten sich die Lernenden in vier Gruppen ein und erarbeiteten beispielsweise ein Kitteltaschenbuch, das die Information zu bestimmten Krankheitsbildern und Telefonnummern enthält. Auch wurden ein Standardordner mit den speziellen Pflegekonzepten, ein Konzept der Bezugspflege und Organisatorisches wie die Gestaltung des Dienstplans erarbeitet.

Vielfältige Ziele

Die Schüler Jessica und Andreas im Gespräch mit einem Patienten
Die Schüler Jessica und Andreas im Gespräch mit einem Patienten

Besonders schätzten die Schüler, „eigenverantwortlich die anfallende Pflege durchzuführen, statt nur Anweisungen zu bekommen und auszuführen, sondern sich die Arbeit selbst einzuteilen und zu reflektieren“, so eine Schülerin. Dies war gleichzeitig die größte Herausforderung: „Alles im Blick zu haben und nichts zu übersehen oder zu vergessen, erfordert höchste Konzentration.“

Weitere wesentliche Ziele des Projektes waren eine gelungene Kommunikation mit den Patienten, im Pflegeteam und mit allen anderen Berufsgruppen. Auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion, wurde durch täglich stattfindende Gruppenreflexionen, geleitet durch die Studierenden und Lehrkräfte, trainiert. Die Beteiligten waren sich einig: „Wir haben alle von diesem Projekt profitiert“. Deshalb wird das Projekt auch im nächsten Jahr wieder mit dem jeweiligen Oberkurs der Krankenpflegeschule stattfinden.