Klinik Bad Windsheim für hohe Qualität beim künstlichen Gelenkersatz ausgezeichnet

BAD WINDSHEIM. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie zeichnete die Klinik Bad Windsheim mit dem Prüfsiegel „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ aus. Das Endoprothetikzentrum an der Klinik Bad Windsheim unter der Leitung von Chefarzt Dr. Mathias Bender erfüllt besonders hohe Qualitätskriterien beim künstlichen Gelenkersatz und verfügt mit über 900 durchgeführten Knie- und Hüftgelenkoperationen pro Jahr über sehr erfahrene Operateure.

 

In Deutschland werden jährlich 400.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Deshalb hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie mit ihrer Zertifizierungsstelle „EndoCert“ eigene Qualitätskriterien festgelegt. „Patienten profitieren am meisten von der Zertifizierung“, sagt Stefan Schilling, Vorstand der Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim, „denn durch die unabhängige Prüfung stehen Patientensicherheit und das optimale Operationsergebnis immer im Vordergrund.“

Bestmögliche Behandlung gewährleisten

„Patienten, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk brauchen oder bei denen das vorhandene wegen Problemen ausgetauscht werden muss, können sich darauf verlassen, dass ihre Behandlung und auch das Behandlungsergebnis strengsten Qualitätskriterien entsprechen“, so Dr. Bender. Denn diese werden regelmäßig von der Zertifizierungsstelle „EndoCert“ nachgeprüft und dokumentiert. Die Anforderungen an ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZ max) sind in vielen Bereichen deutlich höher als die an ein reguläres Endoprothetikzentrum – vor allem in Bezug auf schwierige Fälle und komplizierte Wechsel- und Revisionseingriffe.

Jährliche Überprüfung der Qualitätskriterien

Das Endoprothetikzentrum der Klinik Bad Windsheim unterzieht sich freiwillig einem jährlichen Qualitätssicherungsprozess. Im Rahmen eines strengen Audits durch externe Sachverständige werden alle relevanten Qualitätskriterien überprüft, wie beispielsweise die Operationsvorbereitung und Planung, die Operationsdauer, das Ergebnis danach inklusive dem Röntgenbild oder das Fernbleiben von Komplikationen. Auch die Rundumversorgung des Patienten, von der präoperativen Sprechstunde bis zur postoperativen Nachbehandlung in der Reha, wird unter die Lupe genommen. „Die Sachverständigen prüfen auch die Indikationsstellung; das heißt, sie schauen sich genau an, ob der Einsatz ein künstliches Knies oder eine künstlichen Hüfte medizinisch angebracht war. Patienten können also sehr sicher sein, dass nur dann der Gelenkersatz infrage kommt, wenn alle anderen medizinischen Maßnahmen ausgeschöpft wurden“, betont Stefan Schilling. „Wir freuen uns über die Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Denn sie bedeutet die Sicherstellung einer herausragenden Prozess-, Behandlungs- und Ergebnisqualität beim Gelenkersatz in der Region und darüber hinaus“, so Dr. Bender.

Strenge Voraussetzungen für Zertifizierung

Für die Zertifizierung muss das Zentrum sehr erfahrene und speziell ausgebildete Operateure, sogenannte Senior-Hauptoperateure, beschäftigen. Im Vergleich zu regulären Endoprothetikzentren muss in einem EPZ der Maximalversorgung jeder Senior-Hauptoperateur für sich mindestens 100 endoprothetische Eingriffe pro Jahr nachweisen. Besonders wichtig für Patienten mit einem künstlichen Gelenk: Das Bad Windsheimer EPZ führt im Jahr mindestens 50 anspruchsvolle und komplizierte Wechseloperationen durch. Darüber hinaus dient es als Ansprechpartner für andere Zentren – besonders bei schwierigen Operationen besteht eine Kooperation zwischen den verschiedenen Standorten. Ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung hebt sich zudem durch einen höheren Anspruch an interdisziplinäre Zusammenarbeit ab. „Wir verfügen über eine sehr gute Intensivmedizin, die rund um die Uhr besetzt ist und schwierige Fälle mit Begleiterkrankungen hervorragend begleitet. Auch die Zusammenarbeit mit weiteren Fachrichtungen erweist sich als sehr vorteilhaft“, betont Chefarzt Dr. Bender.

Zertifizierung als Klinik-Wegweiser für Patienten

Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie soll Patienten unterstützen. Als Wegweiser bietet es Betroffenen, die vor einer Knie- oder Hüftoperation stehen, eine gute Orientierung bei der Wahl des richtigen Krankenhauses.

Im Freistaat Bayern gibt es derzeit 24 Endoprothethikzentren der Maximalversorgung. Patienten in Mittelfranken mussten bisher den Weg nach Würzburg oder Nürnberg in Kauf nehmen, um die Expertise eines EPZ max. zu erhalten. Die Auszeichnung der Klinik Bad Windsheim macht deutlich, dass eine hohe medizinische Versorgungsqualität auch in ländlichen Gebieten möglich ist – und nicht ausschließlich in Universitätsstädten. Patienten in der Region Mittelfranken profitieren darüber hinaus von einer persönlicheren Betreuung in einem kleineren Krankenhaus wie Bad Windsheim. Der künstliche Gelenkersatz gilt als einer der erfolgreichsten orthopädischen Eingriffe. Aber auch nur dann, wenn Erfahrung, Fachkenntnis und Fingerspitzengefühl optimal ineinander greifen. Das Zertifikat verdeutlicht, dass dies bei uns der Fall ist“, sagt Klinikvorstand Schilling.